Donna my everlasting Friend (Amy)

Wurfdatum: 01.06.2005  + 03.08.2017

Wenn man sich einen Hund beim Züchter kauft, sagt dir Niemand dabei wie weh es tut, wenn er dich einmal verlässt. Darüber wird nicht gesprochen und vielleicht ist es auch besser so, da man sich sowieso nicht ausmalen kann, wie es sein wird, wenn er uns mal verlassen muss. Hingegen nehmen wir einen kleinen Welpen mit nach Hause, ein so wertvolles Geschenk und ganz sicher einen Freund fürs Leben. Viele gemeinsame Jahre verbringt man zusammen, erlebt wundervolle Momente, tolle Urlaub, schöne Trainingstage, Spaziergänge in verschiedenen Jahreszeiten, erlebt Gesundheit und sicher auch Krankheit. Hat Sorge und Freude und wächst immer mehr zusammen. Menschen ohne Hunde können nicht verstehen, welch unsichtbares Band sich zwischen einem Menschen und einem Hund entwickeln kann. Auch wenn man mehrere Hunde hat, hat man zu jedem einzelnen eine andere Verbindung. Unsere Amy war ein Herzchen durch und durch. Nie musste man mit ihr schimpfen, sie war immer da, immer lieb, zu Hund und Menschen gleichermaßen nett. Ein Hund, den man einfach nur lieb haben konnte. Vieles ging bei ihr über den Magen, jede Kühlschranktüre hörte sie aus Kilometer weiter Entfernung. Auch als es im letzten Jahr mit ihrem Gehör nicht mehr so funktionierte, konnte sie die Töne der knisternden Brötchentüte noch immer hören. Sie liebte Brötchen mit Leberwurst oder auch mal eine Wurst vom Grill. Naja, eigentlich liebte sie alles, was einigermaßen essbar erschien. Auch Schafskacke stand da mal auf ihrem Plan. Oft haben wir uns gefragt, warum unserer Amy eigentlich als ein so heller Golden Retiever geboren wurde. Die meiste Zeit ihres Lebens, war sie dreckig, schwarz, voller Matsch und durch ihr vieles Fell, war es jedes Mal eine riesige Herausforderung, den Dreck aus diesem Hund heraus zu bekommen. Ihr Kastratenfell eine Challenge für unseren Staubsauger und Wischmop. Amy, war das aber alles egal, sie war glücklich. Wenn sie morgens aufstand, war der Tag gut, immer ein fröhlicher Hund! In jungen Jahren apportierte sie gerne und liebte es mit Helmut Dummys zu retten, für nen Kecks hat sie es auch heute noch gerne gemacht. Ihr Element war das Wasser, da ging sie voll und ganz auf. Während unserer Urlaube in Dänemark war sie, der glücklichste Hund dieser Welt. Und wenn man am Abend nass und das Fell voller Sand vom Strand zurück kam, legte sie sich zufrieden hin, wälzte sich noch dreimal hin und her und war zufrieden und glücklich mit sich und der Welt. Zwei Würfe zog unsere Oma Amy mit uns groß und ich würde behaupten, sie war die beste Welpenoma und Nanny die es gab. Immer mitten drin, hat sie behütet, erzogen und gespielt. Amy, du hast einen großen Teil dazu beigetragen, dass unsere Babys so geworden sind, wie sie nun sind.

Und nun….. nun ist sie nicht mehr da. Nur ein paar Stunden nicht bei uns, fehlt sie hier schon überall. Gerade gab es Abendbrot und ein Napf blieb liegen, Indiana wusste auf einmal nicht, wo ihre Position ist, die Reihenfolge war anders - du fehltest. Wir würden alles dafür geben, dass du wieder fröhlich neben uns im Garten unter deinem Mirabellenbaum liegen würdest. Haare, Matsch, Sand, das wäre doch alles so egal, wenn du nur bei uns wärst. Eines unserer schwersten Entscheidungen stand uns heute bevor, einige Tage voller Tränen, dicken Augen und furchtbarer Sorge um dich, alles richtig zu Entscheiden. Wir lieben dich und wollten für dich alles richtig entscheiden. Den passenden Moment finden, dir Schmerzen ersparen, bei dir sein. Kann man das überhaupt? Gibt s einen passenden Moment, um ein geliebtes Tier gehen zu lassen? Ich kann es euch sagen, den gibt es nicht. Bis zum Schluss zweifelt man, ob man richtig entschieden hat. Es schmerzt unheimlich und der Gedanke daran, dass du nun alleine im Garten liegst, kann man sich nicht vorstellen. Hier ist doch dein Platz, bei uns im Haus, auf deiner Decke im Flur. Wir können nur hoffen, dass du ein schönes Leben hattest, wir dir alles geben konnten was du verdient hast und ließen dich so mit diesem Gefühl und mit unendlich viel Liebe gehen. Es war heute sehr windig unter deinem Baum – dein Lieblingsplatz im Garten. Als wir hochschauten in den Himmel, schauten wir auf einen grünen Blätterhimmel, wo teilweise die Sonne durch die Äste schien. Es war stürmisch, zwischendurch regnete es, aber du wolltest genau dort liegen bleiben. Als du einschliefst, kam die Sonne raus, der Wind war vergangen und du bist zur Ruhe gekommen. Lauf mein Mädchen und ich hoffe sehr, dass du nun schon in Dänemark angekommen bist, am Strand, am Meer, dort wo du so gerne gewesen bist…..
Schlaf gut mein Herzchen und pass von da, wo du nun bist auf uns alle auf.
Wir werden dich so unheimlich vermissen……..  Maike, Helmut, Indiana, Luna und Hedy